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Die Trierer Jusos machen sich ein Bild vor Ort

Die derzeitige Situation in der Neustraße ist aus Sicht der Trierer Jusos äußerst unbefriedigend. Durch den ruhenden und fließenden motorisierten Verkehr geht viel vom Flair dieser schönen Einkaufsstraße verloren. Nicht nur die Geschäfte in der Neustraße leiden darunter, sondern auch die Lebensqualität der Menschen. „An einigen Stellen treten AnwohnerInnen beim Verlassen ihres Hauses direkt auf die Fahrbahn der Autos, MitbürgerInnen mit Kinderwägen und Rollstühlen haben es oftmals schwer durch die zugeparkte und befahrene Einkaufsstraße zu gelangen.“ so Melanie Breinig, Sprecherin der Trierer Jusos.

Aus Sicht der Trierer Jusos kann das große Potential der Neustraße als Einkaufsstraße und als Straße zum Verweilen nur durch eine Ausdehnung der Fußgängerzone bis zur Kaiserstraße und eine Entfernung aller Stellplätze auf den öffentlichen Flächen ausgeschöpft werden. Die Trierer Jusos schließen sich daher dem Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion für eine Ausdehnung der Fußgängerzone bis zum Alleenring an.

Lediglich sechs Parkplätze im mittleren Bereich der Neustraße zu entfernen, wie es Baudezernentin Kaes-Torchiani und Ordnungsdezernent Egger vorschlagen, ist aus Sicht der Trierer Jusos zur nachhaltigen Lösung des Problems nicht geeignet, sondern wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Die Lebensqualität in der Neustraße kann nicht durch halbherzige Lösungen gefördert werden, sondern nur durch eine konsequente Ausdehnung der Fußgängerzone“, so Alexander Kellersch, Beisitzer der Trierer Jusos.

Der Raum, der durch das Entfernen der Parkplätze entstehen würde, könnte genutzt werden, um die Straße durch das Aufstellen mehrerer barrierefreier Sitzgelegenheiten, Spielflächen für Kinder oder Bürgerblumenbeete noch fußgänger- und familienfreundlicher zu gestalten. Davon würden alle MitbürgerInnen profitieren, besonders Senioren, behinderte Menschen und Familien mit kleinen Kindern.

Eine Verbindung mit der Umgestaltung der Neustraße drohender Anstieg der Mietpreise, der zu einem Problem für die kleinen kreativen Start-up-Läden werden könnte, muss aus Sicht der Trierer Jusos durch die kommunalpolitische Verhandlungen mit den Hausbesitzern entschärft werden. So kann vermieden werden, dass die Läden aus der Neustraße verdrängt werden und die bestehende interessante Ladenvielfalt erhalten bleibt.

Veröffentlicht am 29.04.2012

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