Unser Arbeitsprogramm

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Beschlossen am Donnerstag den 20.04.2017.

 

Das Arbeitsprogramm der Trierer Jusos

Geschäftsjahr 2017/2018

Liebe Genossinnen und Genossen, in den vergangenen Monaten haben uns Ereignisse wie die Wahl des Donald Trump zum US-Präsidenten, die Demontage demokratischer Institutionen in der Türkei und auch der Brexit wiederholt in Erinnerung gerufen, dass die Entwicklung moderner Staaten keinesfalls selbstverständlich einem bestimmten Pfad in Richtung mehr Ge-rechtigkeit, Solidarität, Freiheit und internationaler Zusammenarbeit folgt.

In Europa und damit auch Deutschland erlebten wir, wie rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen Aufwind erhielten. Dabei spielt ihnen eine zunehmende soziale Ungerechtigkeit in die Karten. Sich verstärkender internationaler Wettbewerb und die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft führen zu Verunsicherung in unserer Ge-sellschaft und es Aufgabe der Politik, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Wir Jusos behalten dabei seit über 100 Jahren auch in turbulenten Zeiten stets einen klaren Wertekompass und sehen unser Aufgabe darin, diese Grundwerte Tag für Tag aufs Neue hin zu verteidigen – lokal, im Land, im Bund und ebenso in Europa. Auf den folgenden Seiten legen wir dar, wie wir in Trier mit unseren Ideen und unserem Enga-gement dazu beitragen möchten, dass alle Menschen, unabhängige von ihrer ethni-schen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, ihrer Behin-derung, ihres Alters oder ihrer sexuellen Identität die gleichen Chancen haben, an un-serer Gesellschaft teilzuhaben.

Wir möchten herzlich dazu einladen, mit uns in Kontakt zu treten. Wir sind stets offen für jegliche Fragen und freuen uns über Anregungen rund um unsere Arbeitsgemein-schaft oder unser Arbeitsprogramm. Bitte kontaktiert uns dazu über Facebook oder per Mail an: vorstand@jusos-trier.de

Glück auf!

Der Vorstand der Trierer Jusos, Trier am 20. April 2017

Selbstverständnis

Wir Trierer Jusos verstehen uns als transparenter, sozialistischer, feministischer, in-ternationalistischer, pazifistischer und ökologischer Richtungsverband innerhalb der SPD und in unserer Gesellschaft. Auch im Geschäftsjahr 2017/2018 möchten wir die Trierer Kommunalpolitik sowie die Landes- und Bundespolitik kritisch und konstruktiv mitgestalten und uns in gesellschaftliche Debatten aktiv einbringen. Im Zuge dessen stehen wir in stetem Austausch mit dem SPD Stadtverband, der Stadtratsfraktion, den Arbeitsgemeinschaften sowie den Jusos im Landesverband und auf Bundesebene.

Als Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD werden wir diese aktiv im anstehenden Bundestagswahlkampf unterstützen. Gleichzeitig ist es jedoch dabei unerlässlich, dass wir unsere Position als Jusos nutzen um Wahlkampfthemen kritisch zu hinterfragen und auf Präzisierung von Themen zu bestehen.

Mehr Transparenz wagen – Demokratie im 21. Jahrhundert

Politik darf sich nicht von den Menschen entfernen. Daher kämpfen wir nicht nur für eine höhere Wahlbeteiligung auf allen Ebenen, sondern möchten auch, dass Bür-ger*innen jeglichen Alters sich jederzeit in den politischen Prozess einbringen können. Deshalb fördern wir das Projekt: “Trier mitgestalten” der Stadt Trier und werben auf unseren Internetpräsenzen für mehr Bürger*innen-Beteiligung. Wir rufen darüber hin-aus alle demokratischen Parteien in Trier auf, dieses Projekt ebenfalls zu unterstützen und in gemeinsamen Aktionen die Gesellschaft wieder näher an eine politische Teil-habe heranzuführen.

Des Weiteren setzen wir uns mit einem großen Selbstverständnis für eine transparente Politik ein und versuchen, komplexe Sachverhalte kompakt und leicht verständlich auf unserer Webseite zu veröffentlichen sowie bei Veranstaltungen und im persönlichen Gespräche zu vermitteln. Wir möchten unsere Positionen auf eine plausible und nach-vollziehbare Art und Weise den Bürger*innen näherbringen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass Bürokratie transparent und barrierefrei wird. Vor allem junge Menschen stehen mit dem Übergang ins Erwachsenenalter oft vor neuen Herausforderungen im Bereich der Organisation von bürokratischen Ange-legenheiten. Aber auch in den späteren Jahren tauchen immer wieder bürokratische Vorgänge auf, bei denen zahlreiche und komplexe Anträge zu bewältigen sind. Trotz vielfältiger Bemühungen sind nach wie vor viele Antragsvorgänge (z.B. Elterngeld, So-zialleistungen, Sozialversicherungen, Steuererklärungen, etc.) sehr kompliziert. In der Praxis stehen hierbei insbesondere einkommensschwache Menschen vor Herausfor-derungen. Damit ihnen durch falsches Ausfüllen oder Unterlassen keine weiteren Nachteile entstehen, fordern wir den Abbau von Hürden in Form von Fachsprache, Stolperfallen und Unklarheiten zugunsten einer Vereinfachung für die Bürger*innen. Wir werden daher im neuen Geschäftsjahr auf kommunaler und Landesebene immer wieder das Gespräch mit der SPD und den entsprechenden Behörden und Ämtern suchen, um auf Problemfelder hinzuweisen und die Einrichtung kostenfreier Bera-tungsmöglichkeiten zu fordern.

Jugend in Trier

Selbstständig eigene Ideen und Projekte umsetzen, das ist die Aufgabe des “Jugend-forums der Partnerschaft für Demokratie Trier”. Das Jugendforum ist ein Teil der „Part-nerschaft für Demokratie“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!” und setzt sich in Form diverser Projekte und Aktionen aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt sowie Menschenfeindlichkeit ein. Bereits seit zwei Jahren begleiten und unterstützen wir die Arbeit des Forums. Wir Jusos werden weiterhin an den Sitzungen des Jugendforums aktiv teilnehmen und uns in Projekte mit unseren Ideen einbringen. So unterstützen wir beispielsweise das Jugendforum bei der Gestaltung der Jugendkonferenz am 28.04, 09.06 und am 25.08.2017. Des Weiteren erarbeiten wir mit anderen Jugendor-ganisationen unter Leitung des Jugendforums ein Konzept für die Veranstaltung “Triff den OB” am 13.10.2017.

Trier ist seit letztem Jahr Referenzkommune im Bundesprogramm “Jugendgerechte Kommune”. Hierbei gilt es für uns auch im kommenden Jahr, den Prozess weiter zu begleiten und mit neuen Ideen dieses Projekt nach vorne zu treiben.

Darüber hinaus möchten wir die Kooperation mit Jugendzentren, insbesondere auch dem Exhaus, erhalten und diese bei Bedarf unterstützen. Es ist uns ein großes Anlie-gen, dass junge Menschen hier Gehör finden. Das Jugendparlament stellt in Trier in diesem Zusammenhang eine weitere wichtige Säule dar. Es gilt jedoch, weitere Ideen zur Förderung aktiver Partizipation junger Menschen unterschiedlichster Altersklassen und Lebenssituationen zu generieren. So stellt sich uns aktuell beispielsweise die Frage, wie insbesondere der Kontakt zur Gruppe der Auszubildenden verbessert wer-den kann.

Außerdem bietet sich eine genaue Analyse von Hindernissen bei der Partizipation (z.B. fehlende Informationen, mangelnde Kontaktmöglichkeiten, unattraktive Rahmenge-staltung etc.) an, um solche Hindernisse entsprechend abbauen zu können. Wir wer-den uns weiterhin für ein Wahlrecht ab 16 Jahren bei Kommunal- Landtags- und Bun-destagswahlen einsetzen.

Wir werden wie in den vergangenen Jahren weiter bei “Trier Spielt” vertreten sein.

Außerdem begrüßen wir die Arbeit der Juso Schüler_Innen und Auszubildenden (kurz Schülis) und möchten diese weiterhin unterstützen. Deswegen stehen wir jederzeit für gemeinsame Aktionen zur Verfügung.

Integration und Arbeit gegen Rechts

Wir stehen für die Willkommenskultur gegenüber Geflüchteten und Migrierten ein. In Trier sollen Fremde zu Freund*innen werden, auf dass die Vielfalt unsere schöne Stadt bereichere. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei die Situation und Integration der Asylsuchenden in Trier. Wir möchten in diesem Zusammenhang mit Initiativen und Verbänden in Kontakt treten, um diese in ihrer Arbeit unterstützen zu können. Im Ge-schäftsjahr 2017/2018 möchten wir uns dazu mit der Refugee Law Clinic über ihre Arbeit austauschen.

Das engagierte Eintreten gegen Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus und für eine offene Gesellschaft gehört zu den Grundüberzeugungen der Jusos. Die hohen Wahlergebnisse der AfD in Trier sind ein klares Zeichen dafür, dass wir in unserem Bemühen um Aufklärung und im Kampf gegen rechte Tendenzen in unserer Gesell-schaft nicht nachlassen dürfen.

Konkret wollen wir uns daher auch im neuen Geschäftsjahr 2017/2018 bei allen Gele-genheiten der NPD und allen anderen rechten Gruppierungen in den Weg stellen. Dazu werden wir an Gegendemonstrationen teilnehmen und deren Organisation un-terstützen. Insbesondere möchten wir dabei mit dem Bündnis „Trier für Alle“ und dem“Verein für ein buntes Trier” zusammenarbeiten, sowie entsprechende Veranstaltun-gen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland besuchen und unterstützen.

Wir beabsichtigen, noch vor der Bundestagswahl öffentlich einen Workshop anzubie-ten, der sich mit dem Umgang mit Rechtspopulismus auf verschiedenen Ebenen aus-einandersetzen wird. In Kooperation mit dem Ortsverein Trier Mitte/Gartenfeld befin-den wir uns darüber hinaus in der Planungsphase für eine Kino-Filmvorführung zu die-sem Themenkomplex.

Auch wollen wir uns für die Demokratieförderung einsetzen. Wir verfolgen daher mit großem Interesse die Arbeit des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC), mit dem wir auch in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet haben.

Bunte Stadt

Trier ist eine bunte Stadt. Dies beweisen viele Aktionen von “Trier für Alle”, dem SCHMIT- Z (schwul-lesbisches Zentrum Trier e.V.) und vielen weiteren Partnern. Wir wollen, dass Trier bunt bleibt und noch bunter wird.

Deswegen möchten wir die Kooperation mit dem SCHMIT-Z und den SPDqueer (Ar-beitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung) in der Region Trier wei-ter pflegen und ausbauen. Des Weiteren begrüßen wir die Arbeit des Bündnisses “Viel-falt statt Einfalt” und werden dessen Entwicklung weiterhin interessiert mitverfolgen. Außerdem werden wir uns auch im Geschäftsjahr 2017/18 beim Christopher Street Day und dem IDAHOT (Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie) en-gagieren sowie bei Planung und Gestaltung mitarbeiten.

Als feministischer Verband setzen wir uns in Trier auch weiterhin für Frauen und Ge-schlechtergerechtigkeit ein. Wir werden uns nach wie vor bei der AsF (Arbeitsgemein-schaft sozialdemokratischer Frauen) engagieren und mit ihr zusammenarbeiten. Zu-dem werden wir am Internationalen Frauentag und dem Equal Pay Day weiterhin per-sonelle Unterstützung leisten, um unsere gemeinsamen Positionen zu vertreten.

Kultur und Sport

Eine attraktive Stadt zeichnet sich nicht nur durch Infrastruktur, Bildungsangebote und viele Einkaufsmöglichkeiten aus, sondern auch durch ihr breit gefächertes Kultur- und Sportangebot. Denn Kultur und Sport verbindet die Menschen. Trier ist eine Stadt, die eine große Sport- und Kulturlandschaft besitzt, welche wir erhalten, unterstützen und ausbauen wollen.

Wir wollen aktuelle Debatten in unserer Stadt, wie etwa über den Theaterneubau, die angespannte räumliche Situation des Exhauses, sowie die Standortfrage der Tuchfab-rik kritisch begleiten. Gerade diese Institutionen sind essentiell wichtig für unsere kul-turelle Landschaft. Uns ist die breite Gestaltung des Angebots wichtig. Ansätze wie das DiMiDo-Ticket unterstützen wir und setzen uns für eine Verlängerung dieses An-gebotes ein, fordern darüber hinaus jedoch, allen jungen Menschen den Zugang zu günstigen Konditionen zu ermöglichen und diese Angebote nicht nur auf Studierende zu beschränken. Insbesondere in jungen Jahren ist die Möglichkeit zur Wahrnehmung kultureller Angebote und Bildungsangebote essentiell und für die Entwicklung und das spätere Leben prägend. Eine solche Chance darf jedoch nicht nur Kindern finanziell besser gestellter Familien vorbehalten bleiben, sondern sollte allen Kindern und Ju-gendlichen offenstehen. Hierzu sind spezielle Angebote wie beispielsweise solche im Rahmen des DiMiDo-Tickets wichtig für alle Kinder- und Jugendlichen, Studierende, Schüler und Auszubildende sowie einkommensschwache Familien und Menschen mit Behinderung.

Trier ist eine Sportstadt. Wir werden uns mit der Situation der Vereine in Trier ausei-nandersetzen, da sie einen essentiellen Anteil der Jugendarbeit leisten. Deswegen ist es uns auch ein Dorn im Auge, dass unsere Turnhallen nicht vollständig nutzbar sind. Des Weiteren setzen wir uns auch für den Erhalt sowie den Neu- und Ausbau von wichtigen und ergänzenden Sportstätten ein. Dazu gehört für uns ein Sporthallenkon-zept, das sowohl dem schulischen als auch dem außerschulischen Bedarf gerecht wird. Deswegen werden wir uns mit dieser Debatte befassen und einen Antrag auf dem Stadtparteitag der Trierer SPD stellen.

Sport und Kultur haben einen integrativen und inklusiven Charakter. Ausdrücklich be-grüßen wir die Ausrichtung der Special Olympics 2017 in Trier, die den inklusiven Cha-rakter unserer Stadt unterstreicht.

Mit zahlreichen Festen und einer vielfältigen Weinkultur begeistert Trier nicht nur uns Einheimische, sondern auch viele Touristen aus aller Welt. Wir erleben dies jeden Tag als selbstverständlich und wollen daher im neuen Geschäftsjahr die Kultur Triers in allen Facetten für junge Menschen erlebbar machen.

Ausbildung und Bildung

In der Trierer Schullandschaft wurden in den letzten Jahren mehrere Fehlentwicklun-gen angestoßen. Als wichtiges Beispiel dient hier die Egbert-Schule, deren kostenin-tensive Sanierung wir ablehnen. Die Trierer Jusos werden sich auch weiterhin für eine Innenstadtschule einsetzen. Ein anderes Problem ist der Raummangel des Humboldt-Gymnasiums Trier (HGT). Für das 4-zügige Gymnasium reicht das vorhandene Ge-bäude nicht aus, weshalb Räume der ehemaligen Robert-Schuman-Realschule (RSR) genutzt werden. Doch das Gebäude ist – vor Allem in Hinsicht auf die Brandschutzbe-stimmungen – sanierungsbedürftig. Wir werden uns dafür einsetzen, dass man zeitnah eine Lösung für diese Raumnot des HGT findet und uns im kommenden Geschäftsjahr damit auseinandersetzen, was für und was gegen die Auslagerung der Räume an der RSR spricht.

Als Universitätsstadt zeichnet sich Trier durch viele interessante Studiengänge aus. Viele junge Menschen entscheiden sich daher, ihre Ausbildung bei uns in Trier fortzu-setzen. Deswegen behalten wir unser Kooperationsverhältnis mit der Juso- Hoch-schulgruppe bei.

Die Juso Schülis sind ein wichtiger Teil unseres Unterbezirks und wir sind stolz auf die erfolgreiche Arbeit der hiesigen Gruppe. Wir wertschätzen ihre Bemühungen für eine attraktive Schullandschaft in Trier und werden weiterhin eng zusammenarbeiten. Eine Beschlusslage der Schülis aus Bundesebene wird im kommenden Geschäftsjahr die Basis legen für weitere Juso-Aktivitäten: Die komplett gebührenfreie Bildung. Ein für uns wichtiger Bestandteil der Bildung in Rheinland-Pfalz ist, dass es keine Schulge-bühren gibt, die Forderungen gehen aber weiter. Denn es gibt mittlerweile in mehreren Bundesländern auch kostenfreie Schulbücher für alle Schüler*innen, die am Anfang des Jahres an diese gegeben werden. Wir möchten uns mit dem Thema der komplett kostenfreien Bildung auseinandersetzen und diskutieren, was diese Kostenfreiheit al-les umfassen soll. Es stellt sich die Frage, ob nicht nur Schulbücher, sondern auch Hefte und Stifte damit inbegriffen sein sollen.

Gerade junge Menschen stehen oft an wichtigen Punkten im beruflichen Werdegang, sodass wir die Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation genau verfolgen und für best-mögliche Ausbildungs- und Arbeitschancen einstehen wollen und darüber hinaus ins-besondere in Trier für die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes eintreten.

Infrastruktur, Umwelt und Energie

Die Stadt Trier weist auf Grund ihrer Tallage und des historischen Stadtkerns zahlrei-che Herausforderungen für die Verkehrspolitik auf. Wir wollen mit Vertretern der Stadt in Form von Werkstattgesprächen in Kontakt treten, um über den Verkehrswegeplan Trier zu sprechen. Für uns Jusos soll dabei der Austausch über Themen wie den Aus-bau des Park-and-Ride-Services auch außerhalb der Weihnachtszeit, kostenfreie Parkplätze am Rand der (Innen-) Stadt, der Ausbau des Fahrradwege-Netzes, bessere Transportmöglichkeiten für Fahrräder in Bussen zwecks Überwindung des Höhenun-terschieds zu den Höhenstadtteilen, Installation von Boden-Hindernissen vor Spielstra-ßen, mehr Fahrradstationen und die Förderung der SWT-Ladestationen im Vorder-grund stehen.

In diesem Rahmen wollen wir uns auch mit Interessengruppen zusammensetzen, die Konzepte und Ideen beisteuern können. Ein Schritt hierbei wird ein Werkstattgespräch mit dem ADFC Trier darstellen, um Möglichkeiten zu erörtern, den Fahrradverkehr in Trier zu stärken. Dies kann mit einer Fahrradtour kombiniert werden, die sowohl Prob-lemzonen als auch positive Beispiele der aktuellen Situation der Radwege aufzeigt.

Beim Thema Energie und Energieerzeugung fordern wir zuallererst die Abschaltung der Atomkraftwerke Cattenom in Frankreich und Tihange in Belgien. Diese sind durch ihre vielen Störfälle eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Großregion. Des Weiteren möchten wir uns in einem Expertengespräch mit Herrn Rudolf Schöller, Be-reichsleiter Erzeugung und Contracting, erkundigen, inwieweit die Energiewende in der Region fortgeschritten ist und was noch zu tun ist.

Wir möchten uns darüber hinaus mit der Müllentsorgung in Trier auseinandersetzen. Konkret ist dabei für uns von Interesse, weshalb wir in Trier weiterhin mit gelben Sä-cken arbeiten anstatt einer gelben Mülltonne. Auch möchten wir die Anschaffung von Flaschen-Halterringen um Abfallkörbe in der Stadt prüfen lassen, um das Verletzungs-risiko für Menschen zu minimieren, die ihren Lebensunterhalt durch Pfand-Sammelnverbessern müssen. Gegebenenfalls wird es zu diesen Themenkomplexen Anträge auf dem Stadtparteitag geben.

Wir werden den Prozess der Einführung kostenfreien WLAN Hotspots in der Trierer Innenstadt weiterhin begleiten. Wir sind nach wie vor für einen zeitlich und finanziell unabhängiges Flächendeckendes WLAN Angebot, welches auch die Fläche um den Hauptbahnhof mit einfassen soll. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die städti-schen Gebäude mit einem freien WLAN-Netz ausgestattet werden.

Wir begrüßen den Besuch des Ausstellungsschiffes MS Wissenschaft in Trier und wer-den die für den 04. Mai angesetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Land unter – von Küstenschutz bis Klimaschutz“ besuchen. Auch streben wir eine Zusammenarbeit mit weiteren Umweltinitiativen zu Themen wie Tier- und Naturschutz an und werden im neuen Geschäftsjahr dazu ein Werkstattgespräch terminieren.

Sozialpolitik

Als Jugendgruppe einer sozialdemokratischen Partei liegen uns sozialpolitische The-men besonders am Herzen. Hierzu ist in der ablaufenden Legislaturperiode der Bun-desregierung mit dem flächendeckenden Mindestlohn, aber auch auf lokaler Ebene einiges erreicht worden. Dennoch sehen wir als Jusos weiteren Handlungsbedarf bei-spielsweise in der Forderung eines Rückkehrrechtes von Teilzeit zu Vollzeit, der Stär-kung junger Familien durch einen Ausbau und eine Stärkung von Rechten berufstäti-ger werdender Eltern sowie weitere Möglichkeiten für junge Familien.

Weiterhin begleiten wir, wie bereits unter dem Punkt Integration benannt, die Entwick-lung im Bereich der Rechte von beeinträchtigten Personen und vertreten hierbei die Auffassung, dass Sozialpolitik immer eine größtmögliche Absicherung bei größtmögli-cher Partizipation und Eigenleistung beinhalten muss.

Wir Trierer Jusos werden uns im neuen Geschäftsjahr mit diesen Themen inhaltlich während unseren Sitzungen, bei öffentlichen Veranstaltungen und auch in Werkstatt-gesprächen auseinandersetzen, um Lösungsansätze aufzuzeigen und entsprechende Anträge am SPD-Stadtparteitag und zur Juso-Landeskonferenz zu stellen.

Arbeit im Verband

Auch in diesem Arbeitsjahr wollen wir Veranstaltungen der Jusos auf Bundes- und Landesebene, sowie die des Regionalverbandes, in unseren Reihen bewerben und gemeinsame Hin- und Rückfahrten organisieren. So möchten wir erneut an jedem Kommissionswochenende und im Landesausschuss präsent sein.

Da wir Jusos für viele junge Interessierte die erste Anlaufstelle sind, wollen wir diese auch auf die Ortsvereine und die dortigen Möglichkeiten hinweisen. Bei Interesse ver-mitteln wir gerne, um den Neumitgliedern einen Kontakt herzustellen.

Die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre mit den Jusos im Kreis Trier-Saarburg möchten wir weiterführen.

Wie wir arbeiten wollen

Auch 2017/2018 wollen wir als Trierer Jusos in der SPD präsent bleiben: Wir möchten Impulse setzen und uns an den innerparteilichen Diskussionen und Aktivitäten kritisch beteiligen. Wir werden im zweiwöchentlichen Rhythmus Sitzungen veranstalten. Diese werden jeweils von einer oder mehreren verantwortlichen Personen inhaltlich vorbe-reitet und gestaltet. Die Sitzungen dienen beispielsweise der Debatte mit geladenen Gästen, dem Planen von Aktionen sowie der Durchführung von Werkstattgesprächen.

Wir werden digitale Medien wie unsere Facebookseite, unsere Instagramseite oder unsere Webseite nutzen, um unsere Positionen, etwa in Form von Pressemitteilungen, zu verbreiten und über unsere Aktionen zu berichten. Unser Ziel ist es, in den sozialen Netzwerken noch mehr Menschen für unsere Themen zu begeistern und für die aktive Mitarbeit zu gewinnen. Dazu werden wir uns mit der Pressearbeit auseinandersetzen, ein Seminar für alle Interessierten anbieten und den Erfahrungsaustausch mit anderen Unterbezirken suchen.

Ebenfalls möchten wir diesen Austausch nutzen, um erfolgreiche Strategien für die Neumitgliederwerbung zu entwickeln. Wir werden mindestens zweimal in diesem Ge-schäftsjahr Neumitgliedern ein Treffen anbieten und ihnen die Möglichkeit geben, die Strukturen und Arbeitsweise innerhalb der SPD und der Jusos kennenzulernen.

Weiterhin gehören neben einer breiten politischen Arbeit auch verschiedene kulturelle oder teamfördernde Aktivitäten zu unserem lebendigen Unterbezirk. Die positive und konstruktive Arbeit in den vergangenen Jahren möchten wir weiter fortsetzen. Dabei sind uns gute Kommunikation und ein offenes Miteinander sehr wichtig.

Wir werden unsere Arbeit transparent und strukturiert gestalten. Dazu werden wir wei-terhin den Juso-Kalender nutzen, in dem unsere Sitzungen, Werkstattgespräche und Veranstaltungen ebenso wie die Termine von Landes- und Regionalverband vermerkt werden.

Weiter möchten wir auch mit den anderen demokratischen Partei-Jugendorganisatio-nen (mit Ausnahme von Rechten) in Trier und der Großregion in Kontakt bleiben. Be-sonders die Kooperation mit der Grünen Jugend möchten wir fortsetzen. Auch mit den Jonk Sozialiste Lëtzebuerg planen wir im neuen Geschäftsjahr wieder eine gemein-same Aktion.

Download: Arbeitsprogramm 2017-2018