Junge Union stimmt gegen eigenes Gestaltungskonzept

Trierer Jusos/ Juni 16, 2016/ Pressemitteilung

Eine Verantwortungsgemeinschaft zu Lasten nachhaltiger Schulpolitik – Stadträte der Jungen Union stimmen gegen eigenes Gestaltungskonzept.
Am heutigen Donnerstag wurde im Trierer Stadtrat mit der Sanierung der Egbert-Grundschule das Prestige-Projekt der Trierer Grünen in die Wege geleitet. „Es ist natürlich kein Geheimnis, dass die CDU-Fraktion nicht geschlossen hinter der Idee steht. Dass die Stadträte aus den Reihen der Jungen Union, namentlich Thorsten Wollscheid und Philipp Bett, aber gegen ihr eigenes Gestaltungskonzept votierten, überraschte in der heutigen Ratssitzung dennoch,“ so Jens Mühlenfeld, Sprecher der Trierer Jusos, und ergänzte weiter: „Wieder einmal zeigt sich nur allzu deutlich, was sich tatsächlich hinter der Worthülse der Verantwortungsgemeinschaft verbirgt, mit der CDU und Grüne ihre Zusammenarbeit im Stadtrat terminologisch aufzuwerten versuchen.“
Zu den Hintergründen: SPD, FWG und FDP forderten in einem gemeinsamen Änderungsantrag die Errichtung einer zentralen, städtischen Sporthalle sowie einer vierzügigen Innenstadtschule, die neben Egbert auch die Ausonius-Schule aufnehmen soll. Somit ließen sich einerseits Synergie-Effekte durch die Zusammenlegung der Schulen gewinnen, andererseits eine moderne und umfassende Ausstattung in geeigneten Räumlichkeiten sicherstellen, wie sie heutige pädagogische Arbeit in chancengerechtem und inklusivem Unterricht erfordern. Darüber hinaus entstünden dringend benötigte Erweiterungsmöglichkeiten für die berufsbildenden Schulen.
Die Junge Union stellt in ihrem Positionspapier „Triers Zukunft startet jetzt – Kulturzentrum, Innenstadtschule, römisches Erbe“ ebenfalls die Forderung nach dem Bau einer neuen Innenstadtschule auf. Das Konzept geht sogar noch weiter: Hier geht es um die Zusammenlegung der Grundschulen Egbert, Ausonius und Barbara. Zitat aus dem Positionspapier: „Der Neubau einer Innenstadtgrundschule ist für die Junge Union der nachhaltigste Vorschlag und wird die ohnehin angespannte Platzsituation der Trierer Schulen entlasten.“
Unsere Sprecherin Eva-Maria Klein äußerte sich dazu wie folgt: „Gegenüber der Presse eine Forderung aufstellen, nett klingende Positionspapiere veröffentlichen – und im Stadtrat gegen eigene Überzeugungen handeln: Genau damit wird auch hier in unserer Stadt Politikverdrossenheit geschaffen. Wir Trierer Jusos sprechen uns klar gegen solches Verhalten aus.“

PM JU Stimmt gegen eigenes Gestaltungskonzept